© Chemnitz 2017

Sprachebenen

Phonetisch-phonologische Sprachebene

  phonetisch: Lautsprachstörungen (Fehlbildung, konsequente        Ersetzung und/oder Auslassung von Lauten)   phonologisch: Laute können isoliert gebildet werden, es erfolgt        allerdings sehr lange keine Verwendung in Wörtern,        Laute werden unterschiedlich ersetzt   Lautfehlbildungen durch Lippen-Kiefer-Gaumen-Segelspalte   Nachsprechen langer oder schwieriger Wörter gelingt        kaum (Kinästhetik) – enge Verbindung zum Schreiben   unsichere phonematische Differenzierung von ähnlichen        Lauten wie /m/ und /n/, /u/ und /o/ sowie von stimmhaften        und stimmlosen Konsonanten /t/ und /d/, /p/ und /b/,        /k/ und /g/ (betrifft Hören und in Folge Sprechen)   sprachliche Strukturierungs- und Gliederungsfähigkeit erscheint        nicht automatisiert (Wie viele Wörter hat der Satz? Wie viele        Silben hat das Wort? Wie viele Laute hat die Silbe? Wie viele        Buchstaben musst du schreiben?)   auftretende Begriffe: Dyslalie, Stammeln, Sigmatismus,        Schetismus, Kappazismus u.s.w., kinästhetische und        phonematische Differenzierungsschwächen

Morphologisch-syntaktische Sprachebene

  in unterschiedlichen Schweregraden auftretende Unfähigkeit,        in richtig flektierten, syntaktisch geordneten Sätzen zu        sprechen   nicht altersgemäß entwickelte Fähigkeit, sich zusammenhängend        sprachlich zu äußern (Erzählfähigkeit), Umstellungen der        Wortfolge, häufige Mehrfachansätze   ungenügend entwickelte Sprachgedächtnisleistungen        (Voraussetzung für Grammatikerwerb) und teilweise          unvollständiges Sprachverständnis   auftretende Begriffe: Dysgrammatismus, nicht altersgerechtes        Sprachgedächtnis, ungenügend entwickelte Erzählfähigkeit,        Halbsatzverluststörung

 

Lexikalisch-semantische Sprachebene

  Unterscheidung von Wortbedeutung (Semantik)        und Wortform (Lexik)   aktiv nicht ausreichende Wortanzahl,        Schwierigkeiten, etwas treffend zu benennen   reduzierte Menge an verstandenen aber nicht selbst        gebrauchten Wörtern   Ausdrucksweise häufig monoton, wenig vielfältig mit         übermäßigem Anteil an Substantiven und Verben,        Wesentliches nicht immer klar erkennbar   abstrakte Begriffe werden langsam erworben, nicht sicher        verstanden und kaum verwendet   Schwierigkeiten, bereits bekannte Wörter abzurufen, häufige        Verwendung von Pausenfüllern („ähm“, „wie noch mal?“…)   auftretende Begriffe: reduzierter, nicht altersgerechter aktiver        und/oder passiver Wortschatz, eingeschränktes und/ oder        deutlich verzögertes Sprachverständnis, Wortfindungsstörungen,        beeinträchtigte auditive Speicherfähigkeit, nicht ausreichendes        Sprach- und Instruktionsverständnis

Pragmatisch-kommunikative Sprachebene

  mangelndes Bewusstsein für Gesprächsregeln (z.B. sprunghafte        Themenwechsel, fehlendes Hineinversetzen in        Kommunikationspartner)   nicht natürliche Betonung, Satzmelodie (Prosodie)   häufig fehlender Blickkontakt   auffälliges Atmen beim Sprechablauf   Poltern (schnelle, überstürzte Sprechweise mit Laut- und        Silbenreduzierungen sowie Mehrfachansätzen und        Wiederholungen)   Stottern (mehrfaches wiederholen von Lauten, Silben, Wörtern        oder Satzteilen – klonisches Stottern bzw. beharrliches Verharren         auf einem Laut – tonisches Stottern)   Mutismus (freiwilliges Schweigen bei voll vorhandener        Sprechfähigkeit in bestimmten Situationen oder gegenüber        bestimmten Personen)   Stimmstörungen   Rhinophonie (nasaler Stimmklang, offenes oder geschlossenes        Näseln)  
Schule mit dem Förderschwerpunkt Sprache „Ernst Busch“ Chemnitz
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Sprachebenen

Phonetisch-phonologische

Sprachebene

  phonetisch: Lautsprachstörungen (Fehlbildung, konsequente        Ersetzung und/oder Auslassung von Lauten)   phonologisch: Laute können isoliert gebildet werden, es erfolgt        allerdings sehr lange keine Verwendung in Wörtern,        Laute werden unterschiedlich ersetzt   Lautfehlbildungen durch Lippen-Kiefer- Gaumen-Segelspalte   Nachsprechen langer oder schwieriger Wörter gelingt        kaum (Kinästhetik) – enge Verbindung zum Schreiben   unsichere phonematische Differenzierung von ähnlichen        Lauten wie /m/ und /n/, /u/ und /o/ sowie von stimmhaften        und stimmlosen Konsonanten /t/ und /d/, /p/ und /b/,        /k/ und /g/ (betrifft Hören und in Folge Sprechen)   sprachliche Strukturierungs- und Gliederungsfähigkeit erscheint        nicht automatisiert (Wie viele Wörter hat der Satz? Wie viele        Silben hat das Wort? Wie viele Laute hat die Silbe? Wie viele        Buchstaben musst du schreiben?)   auftretende Begriffe: Dyslalie, Stammeln, Sigmatismus,        Schetismus, Kappazismus u.s.w., kinästhetische und        phonematische Differenzierungsschwächen

Morphologisch-syntaktische

Sprachebene

  in unterschiedlichen Schweregraden auftretende Unfähigkeit,        in richtig flektierten, syntaktisch geordneten Sätzen zu        sprechen   nicht altersgemäß entwickelte Fähigkeit, sich zusammenhängend        sprachlich zu äußern (Erzählfähigkeit), Umstellungen der        Wortfolge, häufige Mehrfachansätze   ungenügend entwickelte Sprachgedächtnisleistungen        (Voraussetzung für Grammatikerwerb) und teilweise          unvollständiges Sprachverständnis   auftretende Begriffe: Dysgrammatismus, nicht altersgerechtes        Sprachgedächtnis, ungenügend entwickelte Erzählfähigkeit,        Halbsatzverluststörung

 

Lexikalisch-semantische

Sprachebene

  Unterscheidung von Wortbedeutung (Semantik)        und Wortform (Lexik)   aktiv nicht ausreichende Wortanzahl,        Schwierigkeiten, etwas treffend zu benennen   reduzierte Menge an verstandenen aber nicht selbst        gebrauchten Wörtern   Ausdrucksweise häufig monoton, wenig vielfältig mit         übermäßigem Anteil an Substantiven und Verben,        Wesentliches nicht immer klar erkennbar   abstrakte Begriffe werden langsam erworben, nicht sicher        verstanden und kaum verwendet   Schwierigkeiten, bereits bekannte Wörter abzurufen, häufige        Verwendung von Pausenfüllern („ähm“, „wie noch mal?“…)   auftretende Begriffe: reduzierter, nicht altersgerechter aktiver        und/oder passiver Wortschatz, eingeschränktes und/ oder        deutlich verzögertes Sprachverständnis, Wortfindungsstörungen,        beeinträchtigte auditive Speicherfähigkeit, nicht ausreichendes        Sprach- und Instruktionsverständnis

Pragmatisch-kommunikative

Sprachebene

  mangelndes Bewusstsein für Gesprächsregeln (z.B. sprunghafte        Themenwechsel, fehlendes Hineinversetzen in        Kommunikationspartner)   nicht natürliche Betonung, Satzmelodie (Prosodie)   häufig fehlender Blickkontakt   auffälliges Atmen beim Sprechablauf   Poltern (schnelle, überstürzte Sprechweise mit Laut- und        Silbenreduzierungen sowie Mehrfachansätzen und        Wiederholungen)   Stottern (mehrfaches wiederholen von Lauten, Silben, Wörtern        oder Satzteilen – klonisches Stottern bzw. beharrliches Verharren         auf einem Laut – tonisches Stottern)   Mutismus (freiwilliges Schweigen bei voll vorhandener        Sprechfähigkeit in bestimmten Situationen oder gegenüber        bestimmten Personen)   Stimmstörungen   Rhinophonie (nasaler Stimmklang, offenes oder geschlossenes        Näseln)  
Sprachheilschule Chemnitz
„Ernst Busch“