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Erfolgsaussichten einer guten

sprachlichen Förderung

Das rechtzeitige Erkennen einer Sprachstörung kann unnötige Fehlentwicklungen ersparen. Der günstigste Zeitpunkt für eine Beratung liegt vor der Einschulung. Je früher die Förderung eines Kindes beginnt, desto besser sind die Erfolgsaussichten! Eine Beratung ist in den meisten Kreisen über eine sonderpädagogische Beratungsstelle für Sprach- und Stimmgestörte möglich. Nähere Auskünfte erteilen die Bildungsagenturen. Sie können sich jedoch auch direkt an uns wenden.

Beratungsstelle

Telefon: 0371/38 16 621 fs-busch-bst@schulen-chemnitz.de

Sprachstörungen

Sprachstörungen nicht unterschätzen

Das Auftreten einer Sprachstörung sollte auf keinen Fall unterschätzt werden. In der Regel sind mit sprachlichen Auffälligkeiten auch andere Bereiche beeinträchtigt, z.B. die Wahrnehmung, das Denken, die Bewegung aber auch die Leistungsfähigkeit und das soziale Verhalten.

Sprachstörungen richtig erkennen

Die verschiedenen Sprachstörungen können einzeln oder auch kombiniert auftreten. Aufmerksam sollte man werden, wenn das Kind im Vorschulalter oder in den ersten Schuljahren folgende Sprachauffälligkeiten zeigt:   eine Wortfindungsstörung   eine Satzbildungsstörung   eine Störung des Sprachablaufes (Stottern)   eine Sprachverweigerung oder Sprachlosigkeit   eine Störung des Erwerbs der Schriftsprache        (LRS = Lese-Rechtschreib-Schwäche)   eine Lautbildungsstörung  (häufiges Verwenden        falscher Buchstaben) Informationen zu den vier Sprachebenen

Verfahren zur Feststellung von sonderpädagogischem Förderbedarf

Bei   Schülern   und   Schulanfängern,   die   aufgrund   von   sprachlichen   Beeinträchtigungen   im   schulischen   Lernen   benachteiligt   sind   bzw.   es   aus pädagogischer   Sicht   zu   einer   Benachteiligung   kommen   kann,   sollte   das   Verfahren   zur   Feststellung   des   sonderpädagogischen   Förderbedarfs   im Bereich   Sprache   durchgeführt   werden.   Ziel   dieser   Überprüfung   ist   eine   differenzierte   Darstellung   der   vorhandenen   Beeinträchtigungen   und   der daraus resultierenden Fördermaßnahmen, um ein erfolgreiches schulisches Lernen zu ermöglichen. In   der   Regel   veranlasst   die   Schule   des   Kindes   die   Feststellung   des   sonderpädagogischen   Förderbedarfs.   Bei   Schulanfängern   übernimmt   die Grundschule, an der das Kind angemeldet ist, diese Aufgabe. Ebenso ist es möglich, dass der Antrag von den Eltern gestellt wird.

1. Was muss bei der Beantragung beachtet werden?

Die    für    die    Beantragung    erforderlichen    Formulare    finden    Sie    im    Schulportal    oder    auf    dem    sächsischen    Bildungsserver    bildung.sachsen.de                     Bitte   beachten   Sie,   dass   alle   Personensorgeberechtigten   der   Beratung   und   der   Einleitung   eines   Feststellungsverfahrens   zustimmen   müssen.   Das Verfahrens zu Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarf soll spätestens im ersten Schulhalbjahr der Klassenstufe 6 eingeleitet werden. Zeitschiene: 1. Frühzeitige Kontaktaufnahme, sobald ein Kind sprachliche Auffälligkeiten zeigt, welche das schulische Lernen negativ beeinträchtigen, mit dem 1.  Mobilen Sonderpädagogischen Dienst – Formular „Beantragung einer Beratung“ 2. Terminvereinbarung durch die SHS für die Beobachtung in der Kindertageseinrichtung des Kindes oder in der Schule des Schülers 3. Durchführung der Beobachtung und Ausfüllen des Formulars „Protokoll einer Beratung“ durch den MSD 3.  Empfehlung „Sprache“ dringend notwendig 4. Schulleiter der Regelschule beantragt bei der Schulaufsichtsbehörde die Einleitung des Verfahrens zu Feststellung des sonderpädagogischen 1.  Förderbedarfs 5. Schulaufsichtsbehörde bestimmt einen MSD mit der Durchführung des Verfahrens zu Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs

2. Wie ist der zeitliche Ablauf?

August bis Oktober 2019   Beantragung einer Beratung, zeitnahe Beratung 2019   Eingang der vollständigen Unterlagen zur Einleitung des Verfahrens zur Feststellung des sonderpädagogischen        Förderbedarfs in der zuständigen Bildungsagentur (Klassenstufen 2 - 6) 2020               Eingang der vollständigen Unterlagen zur Einleitung des Verfahrens zur Feststellung des sonderpädagogischen        Förderbedarfs in der zuständigen Bildungsagentur (Klassenstufen 1 und 5) 2020   Eingang der vollständigen Unterlagen zur Einleitung des Verfahrens zur Feststellung des sonderpädagogischen        Förderbedarfs in der zuständigen Bildungsagentur (Schulanfänger) 2020   Verfahren zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs ab Klasse 2        (die Kinder werden einen Vormittag in die SHS eingeladen) 2020   Verfahren zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs für die Schulanfänger und Klasse 1        (die Kinder werden zwei Vormittage in die SHS eingeladen) Im Anschluss an die Verfahren zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs tagen die Förderausschüsse:   Vertreter der meldenden Schule   mind. ein Elternteil   der betroffene Schüler selbst   Vertreter des MSD   evtl. weitere Personen Der   MSD   schließt   die   Ermittlung   von   sonderpädagogischem   Förderbedarf   mit   einem   Gutachten   ab.   In   dem   Gutachten   trifft   der   MSD   Aussagen dazu:   in welchem Förderschwerpunkt/-en sonderpädagogischer Förderbedarf besteht.   welchen weiteren Bildungsgang er empfiehlt.   ob er den Schüler eine inklusive Unterrichtung empfiehlt. Er macht entsprechende Fördervorschläge. Die   Schulaufsichtsbehörde   stellt   auf   Grundlage   des   förderpädagogischen   Gutachtens   den   sonderpädagogischen   Förderbedarf   des   Schülers   fest. Die    Entscheidung    ergeht    gegenüber    den    Eltern    in    schriftlicher    Form.    Die    Schulaufsichtsbehörde    übersendet    eine    Mehrfertigung    des sonderpädagogischen    Gutachtens    an    die    Schule.    Sie    trifft    dabei    Aussagen    zur    Schulart    und    zur    Schule    in    der    dem    sonderpädagogischen Förderbedarf des Schülers entsprochen werden kann.

3. Welche Entscheidungen sind durch das Verfahren zur Feststellung von sonderpädagogischem Förderbedarf möglich?

4. Wer sind die Ansprechpartner in der Schule mit dem Förderschwerpunkt Sprache?

Frau Wolffersdorf Tel.: 0371/38 16 621 Arno-Schreiter-Straße 3 Raum K.01 09123 Chemnitz Post bitte an: Schule mit dem Förderschwerpunkt Sprache „Ernst Busch“ Chemnitz Arno-Schreiter-Straße 3 09123 Chemnitz  

Abkürzungen:

LaSuB - Landesamt für Schule und Bildung Standort Chemnitz RZB - Regierungsbezirk SHS - Schule mit dem Förderschwerpunkt Sprache MSD - Mobiler Sonderpädagogischer Dienst GS - Grundschule MS - Mittelschule OS - Oberschule SchulG - Schulgesetz SOFS - Schulordnung Förderschulen
Aufnahme Schule mit dem Förderschwerunkt Sprache „Ernst Busch“ Chemnitz
Therapeutische Unterstützung (Logopädie u. ä.)
Überprüfung eines Sonderpädagogischen Förderbedarfs in einem anderen Bereich
Stützpunktschule mit Sprachheilpädagogen
Beratung durch förderpädagogische Beratungsstelle
Sonderpädagogischer Förderbedarf (Sprache)
liegt vor
liegt nicht vor
Inklusion in Regelschule
Schule mit dem Förderschwerpunkt Sprache „Ernst Busch“ Chemnitz
Der Mensch ist nur Mensch durch Sprache.
Wilhelm von Humboldt